Das Glasmacherdorf Schmidsfelden in der Adelegg
Im Glasmuseum in der ehemaligen Glashütte von Schmidsfelden – etwa 12 Kilometer südlich von Leutkirch – kann man dem Glasbläser Stefan Michaelis bei der Arbeit zuschauen und die Geschichte der Glasherstellung im Allgäu erkunden und auf dem Glasmacherweg durch die Adelegg wandern.
Die Glashütte
Das dorfprägende Hüttengebäude präsentiert sich als mächtige, stützenlose Holzkonstruktion, 28 m lang, 14 m breit und stattliche 15 m hoch. In ihr standen die Schmelzöfen, in welchen die Glasmasse geschmolzen und flüssig gehalten wurde. Im Dachgebälk verlaufen Galerien in zwei Ebenen. Auf ihnen standen einst wassergefüllte Bottiche zur Brandbekämpfung.
Das Glasmuseum
Das Glasmuseum informiert ausführlich über die Geschichte der Glasmacherei im Gebiet der Adelegg. Deutlich wird dabei die breite Produktionspalette der Hütte: Ob Tintengläsle oder großer Schlegel, Schnupftabak-Fläschle oder Weinkaraffe, Butzen-scheibe oder großflächiges Fensterglas, in Schmidsfelden wurde vielseitig produziert.
Das Glasstudio
Mehr als 100 Jahre nachdem die Öfen stillgelegt wurden, wird in Schmidsfelden wieder Glas produziert. Glasmacher Stefan Michaelis fand im Dorf eine neue Heimat und knüpft an den einstigen Erfolg der Glasmacher auf der Adelegg an. Die alten Öfen konnten zwar nicht mehr funktionstüchtig gemacht werden, dafür entschied man sich für ein neues Glasstudio. Hier können sich auch Gäste als Glasbläser versuchen.
Glasmacherdorf Schmidsfelden
Manufaktur in Glas: Michaelis
Telefon 0 7567/182042
Fax 07567/182151
info@michaelis-glas.de
www.schmidsfelden.net


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